- zurück «
„CaBosch Catering“ - eine starke Truppe
Die Schülerfirma kann sich schon einige Erfolge auf ihre
Fahne schreiben. Einen großen Anteil daran hat Gudrun Eckert, Lehrerin für
Arbeitslehre an der Carl-Bosch-Oberschule. Seit zwei Jahren leitet sie „CaBosch
Catering“, in der augenblicklich acht Schülerinnen und vier Schüler arbeiten.Derzeit habe sie eine „starke Truppe“, sagt sie, die sich auch freiwillig an Wochenenden einbringt, wenn ein Catering-Auftrag ansteht. Im Rahmen der Arbeitslehre, in den die Schülerfirma eingebunden ist, sind Montag und Donnerstag für Schülerfirmenarbeit fest eingeplant. Durch den Personalwechsel nach einem Schuljahr sind die Mitarbeiter/-innen von „CaBosch Catering“ in den ersten Monaten erst einmal damit befasst, sich mit den neuen Aufgaben vertraut zu machen und sich Grundkenntnisse des Caterings anzueignen.
Für die praktische
Arbeit steht ihnen eine große Küche mit Backöfen, Kühlschränken, einer
Mikrowelle und diversen Küchen-Kleingeräten zur Verfügung, die in vier „Zeilen“
angeordnet ist. Dort üben sie das Backen, Garnieren, das sachgemäße Belegen von
Brötchen und die Herstellung von Fingerfood, aber auch für sich selbst zu
kochen.
Wenn vor den
Weihnachtsferien jetzt zum zweiten Mal im Auftrag der Stadträtin für Bildung
des Stadtbezirks eine Weihnachtsfeier gecatert wird, dann herrscht höchste
Anspannung. Doch Frau Eckert ist zuversichtlich, dass alle mitziehen. Allein
schon die logistische Vorbereitung hat
es in sich: ein vernünftiges Angebot erstellen, Bestellzettel schreiben, auf
denen nichts fehlen darf, das Einkaufen im Supermarkt, die Fertigstellung der
diversen Platten, die dann vor Ort gebracht und aufgebaut werden müssen - alles
in ansprechender Qualität. Auch der Umgang mit den Gästen, das Servieren will
gekonnt sein. Nicht zu vergessen die Nachbereitung des Catering-Auftrags, die
ebenfalls viel Zeit in Anspruch nimmt. Doch wer wofür verantwortlich ist, das
wurde bei „CaBosch Catering“ natürlich schon vorab festgelegt.
Auch andere Aufträge von außerhalb, wie für ein Diakoniezentrum (zweimal für etwa 80 Personen) und in der Schule (Lehrergeburtstage, -jubiläen oder andere Feiern) hat die Schülerfirma in den letzten Jahren schon mit Bravour gemeistert. Darüber hinaus besteht mit der Emil-Fischer-Schule, einem Oberstufenzentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnik in Wittenau, ein Kooperationsvertrag, der gemeinsame Projekte vorsieht. So kommt es im Dezember zu einem vorweihnachtlichen Plätzchen-, Kekse- und Kuchenbacken, auf das sich alle schon freuen.
Gemeinsam etwas tun, das
in der Öffentlichkeit, sei es unter Schülern, Lehrern und Auftraggebern oder
Gästen von außerhalb, Anerkennung findet, daraus beziehen die
Mitarbeiter/-innen von „CaBosch Catering“ ihre Motivation. Darüber hinaus ist
der Mitnahmeeffekt an fachlichem Wissen und erlerntem Verhalten in einer
ungewohnten Umgebung außerordentlich groß. Letztlich ist es der Spaß an der
Freude, der diese Einsatzbereitschaft auch außerhalb der Schulzeit erklärt.

Carl-Bosch-OberschuleFrohnauer Straße 74 - 80
13467 Berlin(-Reinickendorf-Hermsdorf)Tel.: 030 / 40 58 41 49
Fax : 030 / 40 58 41 51
buero.cabo@t-online.de
Die Carl-Bosch-Oberschule in Berlin-Hermsdorf (Reinickendorf) ist eine Hauptschule, die etwa 280 Schüler/-innen von der 7. bis 10. Klasse besuchen. Ihr Name geht auf den bedeutenden deutschen Chemiker und Mitbegründer der I.G. Farben Carl Bosch (1874 – 1940) zurück, der 1931 den Nobelpreis für Chemie erhielt.Nach der 10. Klasse sind folgende Abschlüsse möglich:
- ein Hauptschulabschluss
- ein erweiterter Hauptschulabschluss
- ein Mittelschulabschluss.
Schülerfirmen gibt es in den Fachbereichen
- Gastronomie („CaBosch Catering“)
- Handwerk („Speed Repair“ / Fahrradwerkstatt)
- Handwerk (Holzwerkstatt).
- Handwerk (Metallwerkstatt)
[Text und Fotos: Kurt Kaiser Dezember 2009]
zurück «
Netzwerk Berliner Schülerfirmen - Bildung & Wirtschaft
